Brustvergrößerung
Kurz zur Anatomie der weiblichen Brust
Der Verlust der ursprünglichen Brustform kann viele Ursachen haben – altersbedingte Veränderungen, starke Gewichtsschwankungen sowie Schwangerschaft und Stillzeit. Unter dem Einfluss all dieser Faktoren verlieren Haut und Gewebe der weiblichen Brust ihre Elastizität und ursprüngliche Form. Außerdem werden die Brustmuskeln schwächer. Die Mastopexie, also die Bruststraffung, kann helfen, die Spannkraft der Brustdrüsen und die Elastizität des Gewebes wiederherzustellen und der Brust eine schöne Form zu geben.
Die weibliche Brust besteht aus verschiedenen Gewebearten, die auf dem Brustmuskel entlang der vorderen Brustwand liegen. Das Drüsengewebe besteht aus den Lappen der Milchdrüse und den Milchgängen. In der Stillzeit sorgt dieses Gewebe für die Bildung der Milch und ihren Transport zur Brustwarze. Die Milchdrüsen sind von einer Fettschicht umgeben, die ihnen Elastizität und Weichheit gibt. Die Bänder, die die Milchdrüse stützen, bestehen aus Bindegewebe und liegen zwischen den Drüsen und den Milchgängen. Dank dieser Bänder ist die Milchdrüse an der Brustwand befestigt – sie bestimmen also, ob die Brust hoch oder tief sitzt, und auch ihre Spannkraft.
Warum werden Brustvergrößerung und Bruststraffung gleichzeitig durchgeführt?
Einer der Hauptgründe für die Beliebtheit einer Operation, die Bruststraffung und Brustvergrößerung mit Implantat verbindet, ist, dass eine reine Vergrößerung mit Implantaten bei hängenden Brustdrüsen kein gutes Ergebnis der Formkorrektur gewährleisten kann. Eine bloße Volumenvergrößerung bei einer abgesunkenen Brust führt dazu, dass die Brust mit der Zeit noch weiter absinkt. Bei der Straffung wird dagegen überschüssige Haut entfernt und die verbleibende Haut gestrafft. Dadurch verbessert sich die Form der Brust, sie nimmt eine höhere Position ein und wird straffer. Die Bruststraffung mit gleichzeitiger Vergrößerung ermöglicht es, die verlorene Form der Brustdrüse nachzubilden, das Gesamtvolumen zu vergrößern und die Form attraktiver zu machen.
Arten der Brustoperation
Es gibt mehrere Techniken der Brustvergrößerung, je nachdem, wo später die Narbe liegt – vom Schnitt am Warzenhof (periareolärer Zugang) über den Schnitt unter der Brust (submammärer Zugang) bis zum Schnitt in der Achselhöhle (axillärer Zugang).
Außerdem gibt es vier grundlegende Methoden der Bruststraffung, die je nach dem vom Chirurgen festgestellten Grad der Ptose eingesetzt werden: Mastopexie oberhalb des Warzenhofs, periareoläre Mastopexie, vertikale Mastopexie und die Ankertechnik, die bei schwerer Ptose angewendet wird.
Diese Art der Operation, also die Straffung mit gleichzeitigem Einsetzen eines Brustimplantats, dauert in unserer Klinik je nach Grad der Ptose und gewählter Methode etwa anderthalb bis drei Stunden.
Wie läuft die Brustoperation ab?
Die Brustvergrößerung erfolgt in Vollnarkose. Vor der Operation zeichnet der Chirurg die Linien der künftigen Schnitte an. Zuerst setzt der Arzt einen Schnitt entlang der markierten Linie. Diese Animation zeigt die inframammäre Technik, bei der unter jeder Brustdrüse ein kleiner Schnitt gesetzt wird. Mit einem speziellen Instrument, dem Koagulator, öffnet der Arzt jeden Schnitt und erhält Zugang zum Drüsengewebe. Länge und Form des Schnitts hängen von Art und Größe des Implantats sowie von den anatomischen Besonderheiten und dem Grad der Ptose ab, sind aber in jedem Fall so klein wie möglich.
Danach löst der Arzt mit speziellen chirurgischen Instrumenten sorgfältig das Brustgewebe der Milchdrüse und schafft Zugang zum Brustmuskel. Von Hand und mit einem Brustdissektor formt der Chirurg die Tasche für das Implantat.
Brustimplantate können unter oder über dem Brustmuskel platziert werden. Diese Animation zeigt die subglanduläre Platzierung, bei der das Implantat in einer Tasche unter dem Drüsengewebe, aber über dem Brustmuskel liegt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, das Implantat in einer Tasche zwischen Brustmuskel und vorderer Brustwand zu platzieren.
Der Chirurg setzt das Implantat genau in die vorbereitete Tasche ein und kontrolliert sorgfältig die Symmetrie der Brust. Für ein optimales Ergebnis kann die Tasche in dieser Phase noch leicht angepasst werden.
Überschüssige Haut um Warzenhof und Brustwarze wird sorgfältig entfernt, Brustwarze und Warzenhof bleiben unberührt.
Sobald die überschüssige Haut entfernt ist, zieht der Arzt den Warzenhof behutsam zum Rand des oberen Schnitts. Dabei nehmen Warzenhof und Brustgewebe eine neue Position ein, und die Brust wird angehoben.
Der Chirurg verschließt die Schnitte mit sorgfältigen Nähten entlang der vertikalen Schnittlinie und um den Warzenhof. Am Ende der Operation kann der Operateur in jede Brust eine Drainage legen, oft ist das aber nicht nötig. Zum Schluss werden sterile Mullverbände und Schutzpflaster auf die Nähte gelegt.
Wie geht es unmittelbar nach Brustvergrößerung und Bruststraffung weiter?
Über mögliche Komplikationen informiert Sie der Arzt vor der Operation. Nähte, Verbände, Pflaster und Drainagen (falls gelegt) können bereits einige Tage nach der Operation entfernt werden. Die Patientin kann leichte Schmerzen spüren, was normal ist. Schwellungen, Blutergüsse und ein Taubheitsgefühl am Warzenhof klingen meist innerhalb von zwei bis drei Wochen ab. Während der Erholung sollten Sie einige Wochen auf körperliche Belastung, Bäder, Sauna und andere Aktivitäten verzichten. Wichtig ist auch ein spezieller BH, und in dieser Zeit sollte man nicht auf dem Bauch schlafen. Sobald alles verheilt ist, steht der Rückkehr in den Alltag nichts im Weg. Die Narbe wird mit der Zeit in der Regel unauffälliger, die Heilung verläuft jedoch individuell. Sollte sie sich verdicken, bessert sich dieser Zustand meist im Laufe der folgenden Monate.
Diese Angaben dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keinen Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung dar. Ob ein Verfahren angezeigt ist, in welchem Umfang es durchgeführt wird und welche Risiken damit verbunden sind, bestimmt der Arzt individuell bei der Erstuntersuchung. Kontraindikationen und zu erwartende Ergebnisse unterscheiden sich von Patient zu Patient. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte immer an Ihren Arzt.





